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Archiv: Stuff

Augen zu und weiterschlafen

Wer ab und zu einen Blick ins Cordless-Club-Weblog wirft, kennt sie schon: meine grenzenlosen Abneigung gegen Krachmacher am Morgen, so genannte Wecker.

Abgesehen von wenigen Ausnahmen entwickle ich extreme Hassgefühle gegen diese piepsenden, säuselnden oder auch flötenden Folterinstrumente. Da hilft es auch nicht, dass die Hersteller (vor allem solche in Fernost) mich mit immer lieblicheren Maschinchen davon überzeugen wollen, dass aufgeweckt werden etwas Tolles ist.

Hier das jüngste Produkt, dieses Mal von Qsonic: Ein elektronischer Bilderrahmen (10 x 15 cm) mit integriertem Wecker. Via USB-Kabel lassen sich auf das Gerät liebliche Bildchen überspielen, etwa von der Digitalkamera oder dem Rechner aus.

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Das ist nicht weiter schlimm. Denn selbst wenn auf dem Display das Bild von Dracula, George Bush jr. oder der Schwiegermutter erscheinen würde, wäre das egal. Ich mache ja eh nicht die Augen auf, wenn der Wecker tutet, trötet et cetera.

Schlimmer ist, dass der User auch Musikstückchen und selbst aufgenommene Weckrufe in den Formaten MP3 oder WAV auf den Qsonic transferieren kann. Aber da nur Speicherplatz für 50 Sekunden Gedudel vorhanden ist, ließe sich auch das überstehen beziehungsweise überhören.

Wirklich Angst habe ich nur vor einer Sache: der »CD mit originellen Wecktönen und -geräuschen«, wie es in der Pressemitteilung heißt. Was um Himmels Willen verbirgt sich hinter »originell«? Etwa der Weckruf eines Sergeanten der US-Marines? Ein dämlicher »Besoffener-Elch-Klingelton«, oder gar ein Sinnspruch aus dem Munde von Lothar Matthäus?

So etwa könnte mich in der Tat aus dem Bett und an den Schreibtisch treiben. Also Finger weg von dem Ding!

Bei Pearl, für rund 15 Euro.

Lichtgestalten in dunklen Zeiten

Auch wenn sich der Sommer noch einmal aufbäumt, so naht doch mit Riesenschritten der Herbst. Und das heißt: Aus ist es mit den kunterbunten Sommerklamotten, nix mehr mit Schweinchenpink, Giftgrün oder Donald-Duck-Blau. Die Herbstmode ist in diesem Jahr bekanntlich leider alles andere als farbenfroh, wie mir meine Gattin bereits mehrfach vorgejammert hat: dunkelbraun, nachtschwarz, dazu noch Karos und merkwürdige Knickerbocker-Hosen.

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Wer nicht in diesem Farbensumpf untergehen möchte, muss sich schleunigste etwas einfallen lassen. Wie wäre es mit »Lumalive«-Kleidung von Philips? Die Firma zeigte Exemplare dieser Glitzer-Glamour-Klamotten auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin.

Der Trick: In die Fasern sind Leuchtdioden (LEDs) eingearbeitet. Ist dem Träger zu langweilig oder fühlt er sich nicht genügend beachtet, schaltet er die Festbeleuchtung ein. Schon steht er als Lichtgestalt da. Angeblich lässt sich die Kleidung ganz normal waschen. Auch der Tragekomfort soll nicht leiden. Und sollte jemand auf »dezent« machen wollen, kann der die LED-Folie entfernen und später an Jacke, T-Shirt oder Hose wieder anbringen.

Die Leucht-Kleidungsstücke auf der IFA waren übrigens keine Prototypen. Laut Philips werden in Kürze erste Modelle in den Handel kommen. Vielleicht sollte ich meiner Gattin einmal einen entsprechenden Hinweis geben. Entweder fällt sie mir dann vor Freunde um den Hals, oder sie streicht für fünf Wochen das Abendessen.

Aber das wäre nicht so schlimm. Mich beunruhigt etwas anderes: Philips zufolge lässt sich der LED-Glimmerstoff nicht nur in Kleidung verwenden. Er könne auch auf größeren Objekten zum Einsatz kommen, etwa Sofas. Also das wäre denn doch des Guten zu viel: einen Fernsehabend auf dem Leuchtsofa verbringen, oder gar eine Kuschelstunde im sanft vor sich hin glimmenden Himmelbett!

Auch ein iPod braucht mal Auslauf

Als Bürokrieger, und noch dazu einer, der circa neun Stunden am Tag vor dem Rechner verbringt, kann ich es gut verstehen: Auch sensible Geräte wie der iPod benötigen ab und zu etwas Bewegung. Vielleicht nicht gerade bei strömendem Regen draußen an der frischen Luft. Die Wohnung als Spielweise tut es ja auch.

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Das hat sich auch die japanische Firma ZMP gedacht und den »Miuro« entwickelt. Das ist eine Mischung aus Roboter und Soundmaschine. Die Musik kommt von einem iPod. Der wird in das Gehäuse in der Mitte gesteckt, gewissermaßen in die Fahrerkabine. Die zwei Halbkugeln an der Seite sind die Räder und gleichzeitig die Lautsprecherboxen (von Kenwood).

Den iPod anschalten, in den Miuro packen, und schon kann es losgehen: Dem Gefährt lässt sich mit einer Fernsteuerung die Richtung weisen. Es ist aber angeblich auch in der Lage, selbstständig das Terrain zu erkunden oder gar ein kleines Tänzchen aufzuführen. Dazu lässt sich der iPod-Roboter mit Sensoren und einer Kamera aufrüsten.

Die Musik bezieht der Miuro von seinem Passagier, also dem iPod, oder über ein Wireless LAN von einem Rechner. Und wer es lieber kuschelig mag, kann den Kleinen auch in die Arme schließen und sich seine Musiksammlung über einen Kopfhörer zu Gemüte führen.

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Offen gestanden juckt es mich geradezu in den Fingern, meinen iPod einmal mit dem Miuro eine Probefahrt zu machen. Allerdings hat die Sache einen Haken, oder besser gesagt zwei: Zum einen habe ich noch keine (Online-)Laden gefunden, in dem ich den Miuro vorbestellen kann. Nun ja, er kommt ja auch erst im Dezember heraus.

Und zum anderen ist da noch der Preis: umgerechnet an die 730 Euro. Das ist eine Menge Geld. Denn schließlich weiß ich nicht, ob sich mein ganz besonders sensibler iPod mit dem kleinen Roboter vertragen würde.

Und hier noch ein Hinweis für unsere weiblichen Leser (Damen legen ja immer besonderen Wert auf Formen und Farben): Den Miuro gibt's in Weiß, Schwarz, Rot und Gelb.

Pardon, hier noch ein Hinweis für unsere männlichen Leser (Männer sind ja technikverliebt und wollen immer alles ganz genau wissen): Der Miuro unterstützt die Audioformate WAV, MP3, WMA, AAC, AIFF und LPCM. Er wiegt fünf Kilogramm und hält mit einer Batterieladung drei bis vier Stunden durch. Für das Streamen von Musik vom PC auf den Miuro dient ein Standard-Wireless-LAN (IEEE 802.11b/g).


Das Handy, das »Hilfe« ruft

Zu den scheußlichsten Techno-Albträumen, die mich ab zu heimsuchen, zählt dieser: Ich lasse eines meiner zig Handys irgendwo liegen. Ist ja nicht so schlimm. Aber das Gerät ist noch angeschaltet, und der »ehrliche« Finder telefoniert auf meine Kosten mit seinen Freunden, Verwandten, Bekannten in aller Welt.

Das böse Erwachen, im wahrsten Sinne des Wortes, kommt dann, wenn ich im Traum die Telefonrechnung in Höhe von 5280 Euro zu Gesicht bekomme. Nun ja, ist ja nur ein Traum. Aber vielleicht sollte ich in diesen trotzdem die Handy-Alarmanlage mit einbauen, die Synchronica entwickelt hat.

Leider funktioniert die nur dann, wenn eine Mobilfunkfirma, also T-Mobile, Vodafone oder O2, die Software der britischen Firma in ihre Übermittlungssysteme integriert. Aber dieses Tool hat es in sich: Sobald der Besitzer gemeldet hat, dass ihm sein geliebtes Mobiltelefon abhanden gekommen ist, aktiviert der Serviceprovider die Alarmanlage.

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Das Handy stößt dann markerschütternde Schreie aus (hier ist eine Hörprobe zu finden), schaltet sich dann ab und lässt sich vom Dieb nicht mehr in Gang setzen. Also von wegen auf Kosten anderer mit der Tante in Australien telefonieren.

Schön und gut. Aber nun sucht mich ein anderer Albtraum heim: Die nette, gut aussehende Nachbarin lässt ihr Handy in der Tiefgarage oder im Waschkeller liegen. Ich schnappe es mir in der Hoffnung, es ihr am Abend freudestrahlend zurückzubringen und einen kleinen Flirt zu starten. Und stattdessen, mitten im Gespräch mit wichtigen Leuten: Krrreiiiiissschhhhh. Ich als Handy-Dieb enttarnt - oberpeinlich. Wie werde ich nun diesen Albtraum los?

Schluss mit lustig – jetzt kommt der elektronische Ernährungs-Coach

Traurig, aber wahr: Jeder zweite Deutsche ist zu dick. Das ist nicht nur für die armen Menschen eine Qual, die davon betroffen sind. Ich denke da an zeltartige Gewänder, Jeans in Jumbo-Größe und schmachvolle Momente auf dem Tennisplatz.

Offenkundig haben auch unsere lieben Arbeitgeber entdeckt, dass rundliche Formen nicht wirklich zu unserer Super-Duper-Leistungsgesellschaft passen. Die will smarte, agile Haifische, keine gemütlichen Walrösser.

Anders ist es nicht zu erklären, dass Philips einen »Personal Nutrition Coach« entwickelt hat. Er besteht aus einer Software, die auf einem Server installiert wird, und einer Smartcard. Mit der bezahlt der Mitarbeiter bargeldlos in der Kantine sein Menü.

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Das Teuflische (oder Gute) dabei: Die Daten wandern von der Kasse zum elektronischen Ernährungsberater. Sobald der Mitarbeiter wieder an seinem Arbeitplatz ist, kann er sich an seinem Rechner vom »Coach« anzeigen lassen, was er da wieder einmal zusammengefuttert hat. Gnadenlos wird ihm die ganze Wahrheit um die Ohren gehauen: 250 Kalorien Gummibärchen, 400 Kalorien die Schokolade, und statt des Steak hätte es heute auch ein Salatteller getan!

Wie in einem Chemielabor listet der Coach gnadenlos alles auf, was der arme Mensch sich bei der letzten Mahlzeit angetan hat: Vitamine, Kohlehydrate, Fett et cetera. Aber noch besser: Der Trainer sagt auch gleich, wie weit frau/mann vom Idealgewicht entfernt ist und gibt Tipps, wie sich das ändern lässt, vielleicht »Morgen nur noch eine halbe Möhre, garniert mit einem Schnipsel Schnittlauch, Du Fettsack« oder so ähnlich.

Ich finde, das System geht aber noch nicht weit genug. Die Daten sollten selbstverständlich auch an die Personalabteilung und den Vorgesetzten übermittelt werden. Die müssen es schließlich ausbaden, wenn der Mitarbeiter nach einem Fress- und Saufgelage am Wochenende am Montag wieder einmal unpässlich ist.

Und wenn wir schon dabei sind: Warum nicht gleich dem fetten Kollegen die magere Gehalterhöhung vorenthalten, und zwar so lange, bis er 15 Pfund abgenommen hat. Herrliche Zeiten, die da auf uns zukommen!