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Archiv: Music

Ohren auf, Kabel ab

»Wir« haben wieder einmal ein Problem, also ich. Denn »wir«, sprich meine Gattin, hat die Jogging-Freiluftsaison bis auf weiteres ad acta gelegt. Kein Wunder, die Temperaturen sind ja auch deutlich unter 25 Grad gesunken. Außerdem ist draußen neuerdings ekelhaft feucht-kühl.

Also gehen »wir«, sprich sie, neuerdings ins Fitness-Center aufs Laufband. Ist ja schön und gut, nur hat man beziehungsweise frau sich nach fünf Minuten an den Mit-Läufern satt gesehen, und die Aussicht aus dem Fenster ist auf Dauer auch nicht berauschend.

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Ergo haben »wir«neuerdings einen MP3-Player dabei, einen niedlichen i.beat Classico FM von Trekstor. Damit läuft, besser gesagt lief es sich ganz gut. Aber nun haben »wir« festgestellt, dass die Kabel des Ohrhörers extrem stören. Sie »schlonkern« zu stark und verdrehen sich andauernd.

»Schlonkern« ist ein Begriff aus dem Fränkischen und lässt sich etwa mit »bewegen sich störend hin und her« übersetzen. Also weg mit den Kabeln. Aber wie?

Fataler Weise habe ich eine Pressemitteilung von Logitech auf meinem Schreibtisch liegen lassen. Die über den »Free Pulse Wireless Kopfhörer« für Bluetooth. »Uns« stach natürlich sofort der Begriff »Kabellose Freiheit« ins Auge. Denn das Ding kommuniziert über einen Bluetooth-Adapter mit dem MP3-Player.

Der Adapter passt in die 3,5-Millimeter-Buchse am Player. Dann den Kopfhörer aufsetzen, anschalten – und schon joggt es sich viel unbeschwerter. Mit dabei: eine Lautstärkeregelung am rechten Hörer und ein Bass-Booster. Da kommt sogar der Freund aller Damen gut rüber, Robbie Williams (ja der, der gerade seine Welttournee abgebrochen hat!).

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Eigentlich könnte man den Free Pulse Wireless auch zu Hause einsetzen, etwa beim Aufräumen, Putzen oder Kochen. Denn der Kopfhörer hat eine Reichweite von etwa zehn Metern. »Wir« könnten den Player also in einem Zimmer deponieren und trotzdem Musik hören. Aber da mittlerweile fast jedes Zimmer mit irgendwelchen Hifi-Gerätschaften, »Boom-Boxen« oder merkwürdigen Streaming-Devices verseucht ist, können wir wohl darauf verzichten.

Und was tun »wir« jetzt? Schließlich ist der Free Pulse erst ab Oktober auf zu haben, für rund 100 Euro. Müssen »wir« jetzt schon wieder einmal ein Testexemplar anfordern und dann versuchen, einen Bericht bei irgendeinem Magazin oder Weblog unterzubringen?

Ich glaube, ich gehe erst einmal eine Runde joggen, draußen, in der Kälte, mit meinem Kabelsalat-MP3-Player. Und dabei überlege ich mir, was »wir« tun.

Augen zu und weiterschlafen

Wer ab und zu einen Blick ins Cordless-Club-Weblog wirft, kennt sie schon: meine grenzenlosen Abneigung gegen Krachmacher am Morgen, so genannte Wecker.

Abgesehen von wenigen Ausnahmen entwickle ich extreme Hassgefühle gegen diese piepsenden, säuselnden oder auch flötenden Folterinstrumente. Da hilft es auch nicht, dass die Hersteller (vor allem solche in Fernost) mich mit immer lieblicheren Maschinchen davon überzeugen wollen, dass aufgeweckt werden etwas Tolles ist.

Hier das jüngste Produkt, dieses Mal von Qsonic: Ein elektronischer Bilderrahmen (10 x 15 cm) mit integriertem Wecker. Via USB-Kabel lassen sich auf das Gerät liebliche Bildchen überspielen, etwa von der Digitalkamera oder dem Rechner aus.

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Das ist nicht weiter schlimm. Denn selbst wenn auf dem Display das Bild von Dracula, George Bush jr. oder der Schwiegermutter erscheinen würde, wäre das egal. Ich mache ja eh nicht die Augen auf, wenn der Wecker tutet, trötet et cetera.

Schlimmer ist, dass der User auch Musikstückchen und selbst aufgenommene Weckrufe in den Formaten MP3 oder WAV auf den Qsonic transferieren kann. Aber da nur Speicherplatz für 50 Sekunden Gedudel vorhanden ist, ließe sich auch das überstehen beziehungsweise überhören.

Wirklich Angst habe ich nur vor einer Sache: der »CD mit originellen Wecktönen und -geräuschen«, wie es in der Pressemitteilung heißt. Was um Himmels Willen verbirgt sich hinter »originell«? Etwa der Weckruf eines Sergeanten der US-Marines? Ein dämlicher »Besoffener-Elch-Klingelton«, oder gar ein Sinnspruch aus dem Munde von Lothar Matthäus?

So etwa könnte mich in der Tat aus dem Bett und an den Schreibtisch treiben. Also Finger weg von dem Ding!

Bei Pearl, für rund 15 Euro.

Ja, ich will ihn – nein, ich will ihn nicht

Eigentlich wollte ich ja nichts zu den beiden schreiben. Das haben ja zig Blogs und Newsdienste bereits getan. Aber nachdem selbst eine Wirtschaftszeitung wie die Financial Times über iPod-Killer«, Microsofts »Zune« und die dazu gehörigen Musik-Download-Portale referierte, reicht es mir jetzt.

JA, ich will den neuen iPod. Wie die Vorgänger ist auch der Neue ein Schmuckstück. Edel, cool, nicht so klobig wie Microsoft Superwaffe »Zune«, dazu über das Click-Wheel einfach zu bedienen. Und genügend Platz für Musik und Bilder von der Digicam hat er auch, dank Festplatten mit bis zu 80 Gigabyte. Und noch eins: Der iPod ist einfach Kult.

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JA, ich will auch den Zune. Denn der hat ein paar Dinge, die Apple schon längst in den iPod hätte einbauen können. Beispielsweise einen Wireless-LAN-Adapter, über den ich von der Couch aus Musikstücke vom PC auf den Player herüberziehen kann. Oder einen Radioempfänger. Außerdem ist das Display mit 3 Zoll (7,6 Zentimeter) größer als das des iPod (6,35 Zentimeter), in meinem Alter und bei meinen bildschirmgeschädigten Augen ein nicht zu unterschätzender Faktor.


NEIN, eigentlich mag ich doch keinen neuen iPod. Erstens habe ich die Selbstinszenierungen von Apple-Chef Steve Jobs satt. Jedes Mal, wenn seine Firma etwas Neues herausbringt, zelebriert er das wie der Papst die Ostermesse. Zweitens brauche ich keine Videospiele auf dem iPod. Das können andere Geräte besser, etwa die Playstation Portable von Sony. Und dann ist da noch der Preis. Fast 280 Euro für das Modell mit einer 30-Gigabyte-Festplatte, gut 380 Euro für das mit 80 Gigabyte sind gelinde gesagt »ordentlich«.

NEIN, will aber auch keinen Zune. Denn irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass Microsoft den Player nur als Vehikel benutzt, um die Käufer zum eigenen Online-Musikshop zu lotsen. Dort sollen sie kräftig Geld lassen. Dasselbe hat Mr. Gates ja schon bei der Xbox versucht: Die Spiele bringen das Geld, nicht die Hardware.

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Und dann ist da dieses unsägliche Digital Rights Management: Wie die Jungs von Golem schreiben, verpasst der kluge Zune jedem Musikstück eine Art Zwangsjacke.

Von wegen nach Belieben über ein WLAN Musikstücke mit anderen Zune-Nutzern tauschen. Angeblich greift der Schutz nach dem dritten Abspielen eines Songs oder einer Audio-Datei, dummer Weise auch bei Stücken, die der Nutzer selbst aufgenommen hat.

Was tun? Warten, dass irgendwann doch einmal ein echter iPod-Killer kommt, etwa von Samsung? Offen gestanden weiß ich es nicht. Erst einmal gebe ich mit meinem iPod der vierten Generation zufrieden. Der funktioniert und macht immer noch eine gute Figur.

Wer nicht fühlen will, muss hören

Früher war alles besser. Damals, als die ersten Käfer über die Autobahnen krabbelten, Seppl Herberger Deutschlands Kicker auf Vordermann brachte und sich in den Wohnstuben Nierentische und Musiktruhen breit machten.

Damals war es einfach, den widerborstigen Nachwuchs zur Räson zu bringen: ein paar hinter die Ohren geben und Stubenarrest verordnen. Und selbstverständlich diese »Negermusik« streichen. Von wegen Elvis oder Bill Haley.

Heute ist das ganz anders. Erstens gibt es kaum noch Kinder; also müssen wir mit den Rentenzahlern von Morgen vorsichtig umgehen. Zweitens greifen wir nun zu viel subtileren Methoden, wenn der der kleine Racker wieder einmal dank einer »Lernblockade« einen Fünfer in Englisch aus der Schule nach Hause bringt.

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Dann schlägt die Stunde des »Z-10 Interactive 2.0 Speaker«-Systems von Logitech. Von wegen über den PC oder MP3-Player Hiphop-Rap-Dancefloor-Liedchen anhören. Aus den 1-Zoll-Hochtönern und den 3 Zoll großen Woofern des Z10 tönt dann zur Strafe klassisches Liedgut, etwa von den Kastelruther Spatzen oder der Ochsenfurter Blasmusik.

Praktischer Weise lassen sich an die Boxen neben der Soundkarte auch MP3-Player und andere Audiogeräte anschließen. Somit können wir dem Lauser unser eigenes Musikrepertoire zu Gehör bringen. Super, dass der Z10 hohe und niedrige Frequenzen trennt und separat an die Hoch- beziehungsweise Tieftöner weiterleitet. Dank dieser Technik kommen die Tubas und Trompeten so richtig zur Geltung.

Und falls die/der Kleine Gefallen an dem einen oder anderen Marsch oder Landler findet, kann er über Sensortasten an der Vorderseite der Boxen durch das Repertoire navigieren – vorwärts, rückwärts, wie es ihr/ihm gefällt.

Eine feine Sache, und durchaus mit der Menschrechtskonvention der UNO vereinbar, finde ich. Und das alles für ganze 150 Euro für die Boxen und ein paar weitere für einige Hits der Kastelruther Spatzen.

Natürlich lässt sich nach Abhören der Strafe das Z10 auch für profane Zwecke einsetzen, etwa um mithilfe von vier Internet-Radio-Tasten Musik über das Web anzuhören oder sich die Titel zu Gemüte zu führen, die man heruntergeladen hat.

Allerdings sollte man die Strafaktionen in Grenzen halten. Sonst kann es passieren, dass die/der Kleine eines Tages zurückschlägt und einen mit Hiphop-House-Dancefloor traktiert, wenn man im Seniorenheim sitzt.

Auch ein iPod braucht mal Auslauf

Als Bürokrieger, und noch dazu einer, der circa neun Stunden am Tag vor dem Rechner verbringt, kann ich es gut verstehen: Auch sensible Geräte wie der iPod benötigen ab und zu etwas Bewegung. Vielleicht nicht gerade bei strömendem Regen draußen an der frischen Luft. Die Wohnung als Spielweise tut es ja auch.

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Das hat sich auch die japanische Firma ZMP gedacht und den »Miuro« entwickelt. Das ist eine Mischung aus Roboter und Soundmaschine. Die Musik kommt von einem iPod. Der wird in das Gehäuse in der Mitte gesteckt, gewissermaßen in die Fahrerkabine. Die zwei Halbkugeln an der Seite sind die Räder und gleichzeitig die Lautsprecherboxen (von Kenwood).

Den iPod anschalten, in den Miuro packen, und schon kann es losgehen: Dem Gefährt lässt sich mit einer Fernsteuerung die Richtung weisen. Es ist aber angeblich auch in der Lage, selbstständig das Terrain zu erkunden oder gar ein kleines Tänzchen aufzuführen. Dazu lässt sich der iPod-Roboter mit Sensoren und einer Kamera aufrüsten.

Die Musik bezieht der Miuro von seinem Passagier, also dem iPod, oder über ein Wireless LAN von einem Rechner. Und wer es lieber kuschelig mag, kann den Kleinen auch in die Arme schließen und sich seine Musiksammlung über einen Kopfhörer zu Gemüte führen.

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Offen gestanden juckt es mich geradezu in den Fingern, meinen iPod einmal mit dem Miuro eine Probefahrt zu machen. Allerdings hat die Sache einen Haken, oder besser gesagt zwei: Zum einen habe ich noch keine (Online-)Laden gefunden, in dem ich den Miuro vorbestellen kann. Nun ja, er kommt ja auch erst im Dezember heraus.

Und zum anderen ist da noch der Preis: umgerechnet an die 730 Euro. Das ist eine Menge Geld. Denn schließlich weiß ich nicht, ob sich mein ganz besonders sensibler iPod mit dem kleinen Roboter vertragen würde.

Und hier noch ein Hinweis für unsere weiblichen Leser (Damen legen ja immer besonderen Wert auf Formen und Farben): Den Miuro gibt's in Weiß, Schwarz, Rot und Gelb.

Pardon, hier noch ein Hinweis für unsere männlichen Leser (Männer sind ja technikverliebt und wollen immer alles ganz genau wissen): Der Miuro unterstützt die Audioformate WAV, MP3, WMA, AAC, AIFF und LPCM. Er wiegt fünf Kilogramm und hält mit einer Batterieladung drei bis vier Stunden durch. Für das Streamen von Musik vom PC auf den Miuro dient ein Standard-Wireless-LAN (IEEE 802.11b/g).