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Juli 2005

Ab in die Ferien - zum Mond

von Bernd Reder am 29.07.05

Es ist Urlaubszeit, unverkennbar: Die Innenstadt wimmelt von Japanern, die das Orakel, nein, ihren elektronischen Reiseführer auf dem PDA oder Smartphone, nach dem Weg zum Hofbräuhaus befragen; Chinesen - meist in geschlossener Formation - lichten mit Digicams Made in China alles ab, was nach bajuwarischem Brauchtum aussieht, etwa die Straßenmusikanten aus Peru; und fußballverrückte Kirgisen fragen mich, wo denn bitte schön die Allianz-Arena zu finden sei. Kurzum: Nichts wie raus, aus der Stadt. Aber wohin? Nach Japan, China, Kirgisien oder Peru? Nein, wie wäre es denn mit zwei Wochen Mond?

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Energia, eine russische Firma, die Space-Shuttles herstellt, hat dieses Exklusiv-Angebot bereits fix und fertig in der Schublade: Zunächst geht es mit dem Shuttle für eine Woche zur Internationalen Raumstation ISS, danach mit einem Sojus-Raumschiff weiter zum Mond.

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Nach einer Umkreisung von Luna geht es zurück zur Erde. Zweifellos, das hat etwas - allerdings auch zwei Haken. Erstens: Wenn schon Mond, dann möchte ich dort auch landen. Ein kleiner Ausflug mit einem Mondauto wäre auch nicht schlecht. Und zweitens: der Preis - 100 Millionen Dollar. Das gibt die Sparbüchse (noch) nicht her. Aber ich habe ja noch etwas Zeit. Erst in zwei Jahren wollen die Russen den Moon-Trip anbieten. Also, liebe Börsianer und Lottospieler: Platz da, ich komme! Ich brauche Geld!

Tschuldigung, ich glaub Ihr Telefon stöhnt!

von olivergassner am 28.07.05

Als Computerfreak hat man seinen Spaß vor allem am Bildschirm oder beim Rumspielen mit Technik. Damit man sein Liebesleben zumindest simulieren kann, gibt es einige nette Helferlein fürs Handy. Statt dem ewigen „beep düdel deep“ oder dem neusten infantilen „Brmmm brrrm dadada zäng“ gibt es inzwischen auch einige HandyTöne „für Erwachsene“.

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Bei „Orgasmatone“ stöhnen sechs (beinahe hätte ich mich vertippt) anonyme britische Pronosternchen in eindeutiger Weise den Vornamen. Die Demos sind leider mit Werbeblabla so überlagert, dass man kaum etwas versteht. Für mich klang das verbale Engagement der Damen etwas halbherzig. Für 2 Pfund 50 pro Stöhnerchen jedenfalls ist man dabei.

Wer es gern unpersönlicher aber etwas promilastiger hat, könnte zu den „Moantones“ greifen, die Pornostar Jenna Jameson zusammen mit 'Wicked Wireless' anbietet. Aber außer einer Presseinfo von Januar 2005 ist online nichts zu finden - oder habt ihr mehr Glück?

Pronostar Ron 'Hedgehog' Jeremy steht nicht nach und bietet XXX-Soundtracks unter der Marke „Groantones“ als Kingeltöne an. Also nicht wundern, wenn die Dame am Nebentisch zum Kellner sagt: „Ich hätte gern den Klingelton, den der Herr da hatte.“

Fantastic Four Overkill

von olivergassner am 27.07.05

Die Fantastic Four sind inzwischen auch im deutschen Kino angekommen, so dass man jederzeit ins Kino gehen könnte, um sich davon einen Eindruck zu verschaffen. Zudem sind die Film-Fortsetzungen bereits in der Planung. Doch warum eigentlich ins Kino gehen? Genauso gut kann ich mir auch ein paar gute alte Comics schnappen und ein Wochenende auf dem Sofa einschieben. Denn wirklich Neues wird dem Fan der "Fantastic Four" eigentlich nur in den Marvel Comics selbst geboten.

Die ersten 20 Ausgaben der „Fantastic Four“ aus den frühen 60-igern lassen sich auf Englisch nachlesen: Essential Fantastic Four Volume 1. Die Abenteuer stammen aus einer Zeit, in der es noch weder Spiderman noch den Hulk im Marvel-Universum gab.
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Nahezu alle Marvel-Superhelden haben die Marotte, sich gelegentlich zusammenzutun, und so bilden im X-Men- Sonderheft08/2005 die F4 ein Team mit den X-Men, deren dritter Film nächstes Jahr ansteht.

Wer lieber online surft, der ist bei FFplaza, der größten F4-Fansite im Netz, sehr gut bedient.

>> Offizielle Flash-Trailer, -Spiele und mehr zu den Fantastischen Vier
>> Video-Interview mit mit Marvel Studios-Chef Avi Arad
>> cineastic attitudes: Filmkritik: Fantastic Four
>> Cinema Design-Blog: Fantastic Four

Merkwürdig: Wie spiele ich mit Ergodex?

von Bernd Reder am 26.07.05

Ich will nicht lange um den heißen Brei herumreden: Hat irgendjemand Erfahrungen mit dem Ergodex DX-1 von - na ratet mal - Ergodex gemacht? Bringt das Ding wirklich so viel beim Gaming? Ich weiß ja nicht, wie er auf diese Mischung aus Tastatur und Touch Pad gestoßen ist. Aber Junior Reder will unbedingt dieses "Personal Pad" ausprobieren. Weil es angeblich bei World of Warcraft die paar Hundertstel Sekunden bringt, die über Leben und Tod entscheiden - sagt sein Freund (aus neureichem Haus). Aber doch nicht für 150 Dollar plus 50 Dollar für einen Satz Reserve-Tasten plus Verpackung, Versand und Zoll!

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Ist ja sicherlich ganz nett, wenn ich mir ein maßgeschneidertes Pad zusammenstellen kann. Und es ist angeblich ganz einfach: die Haft-Tasten auf dem "Mutter-Pad" platzieren, die Dinger programmieren, und dann kann es losgehen. Das erinnert mich doch sehr an die lustigen Spielchen mit meinen Bauklötzchen in meiner Kindheit. Aber vielleicht bin ich ja auch nur ein Fossil: Ich liebe eben meine gute alte Tastatur! Also, Leute, lasst mich nicht hängen! Hat einer von euch ein Ergodex?

Das ultimative Tool für die Küche

von Bernd Reder am 26.07.05

Nein, ich werde mich jetzt nicht als Hausmann outen. Aber zugegeben: Als Kontrapunkt zum täglichen Herumspielen mit Hightech-Gadgets, als Gegenpol zu Tests von merkwürdigen Dingen wie Internet-Telefonen und Digicams stürze ich mich hin und wieder auf grobmotorische Tätigkeiten. Ja, auch in der Küche, Stichwort Kuchenbacken. Schon mal etwas von meinem phänomenalen Käsekuchen gehört? Oder meiner Mazarintorte? Übrigens ein tolles Rezept aus Schweden, mit Mandeln. Und ganz ohne sind diese neumodischen Backöfen ja auch nicht: Ceran-Feld mit Touch-Screen, digitale Temperatur-Regelanlage mit integrierter Fuzzy-Logik, hydraulischer Backwagen mit Leichtlaufrollen und ABS-System gegen zu schnelles Herausziehen. Aber all das ist ja eher etwas für den Kopf - nicht so richtig zum Anfassen, nichts fürs Auge. Aber was entdecke ich da heute Morgen beim Herumstöbern auf Engadget? Den Herd mit der versenkbaren Türe.

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Herrlich, was sich Oven Elite da hat einfallen lassen: Zart am Türchen ziehen, und schon gleitet selbiges sanft in die "Oven Pocket" unter dem Herd. Im Video von Oven Elite kommt das erst so richtig zur Geltung, nicht zuletzt dank der genialen Hintergrund-Musik.

Kein hässliches Teil mehr, das unmotiviert in den Raum hineinragt und zum Drüberstolpern einlädt (Nicht lachen, alles schon passiert!). Eine gelungene Mischung aus High- und Lowtech, aus Virtuellem und Konkretem - ich bin begeistert. Allerdings nicht vom Preis: 3475 Dollar plus Transport. In Käsekuchen-Einheiten umgerechnet, sind das etwa 170 Stück. Ich glaube, ich muss da noch einmal in mich gehen - oder mir das Geld durch einen Online-Tortenversand zusammensparen.

Die Zukunft des iPods: der Floh

von Bernd Reder am 25.07.05

Handlich, klein, winzig, oder im Apple-Jargon iPod, iPod Mini, iPod Shuffle - so sieht die Evolution des iPods aus. Den nächsten Schritt zeigt ein Video, das der New York Times zugespielt wurde. Nach dem Mini kommt er, der hypermobile Player im Sandfloh-Format, eben der "iPod Flea". Kompakter geht es kaum: Der Flea, gerade mal so groß wie ein Tictac-Bonbon, fasst sage und schreibe einen ganz Song.
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Wer mehr will, muss sich eben viele Tictacs - ich meine natürlich iPod Fleas anschaffen, und zwar auf dem Flea Market. Aber was kommt danach? Ich plädiere für den subkutan injizierten "iPod Music Virus": Bei Bedarf einfach eine Spritze mit der gewünschten Musik setzen - und der Tag gehört Dir! Oder hat jemand eine bessere Idee? Dann her damit!

Rettungsanker für Blumen-Killer

von Bernd Reder am 22.07.05

Von wegen Flower Power oder grüner Daumen. Nein, Pflanzen haben in meinem Büro keine großen Überlebenschancen, abgesehen von zwei Kakteen. Dabei bin ich kein vorsätzlicher Vegetations-Meuchler, sondern schlichtweg vergesslich: Kein Wasser + null Dünger = Minus-Wachstum. So lautet meine Erfolgsformel. Da helfen auch keine Knoten im Taschentuch und keine Klebezettel mit Merksprüchen am Monitor. Dabei mag ich Pflanzen, und zwar nicht nur stachelige. Also muss ich mich wohl mit Flipflap trösten, der perfekten Büro-Pflanze: solider Kunststoff; kommt ohne Wasser, Dünger und Entlausen aus, sogar ohne Batterie. Und das Tollste: Sie lebt trotzdem, besser gesagt die Blätter bewegen sich.
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Eine Solarzelle und ein Elektromotor machen es möglich. Einfach perfekt. Und für zu Hause habe ich auch schon ein Exemplar im Auge: die Flipflap Flu Fleur. Dieses elektronische Pflänzchen erblüht, sobald es Musik hört, und es leuchtet sogar zart im Dunkeln - ein wahrer Blütentraum!

Ein Real-Time-GPS-Roadmovie

von olivergassner am 21.07.05
Keith Kemp fährt einmal mit seinem Autor quer durch die USA: von Washington State nach Louisiana. Dabei schießt er alle 60 Sekunden mit einer Webcam ein Bild und stellt es online. Das mag zugegebenermaßen langweilig wirken. Aber Beau Gunderson von Treknologies - der ein Blog rund um Technikspielereien beim Wandern betreibt - hat etwas gebastelt und Keith hat zudem einen GPS-Empfänger dabei. Alle fünf Minuten wird Keiths Position auf zwei Google-Maps vermerkt. All das wird auf einer Webseite angezeigt. /blog/archives/2005/07/btech_gps_road_movie.jpg
Wie Gunderson das gemacht hat, will er erst später verraten. Jedenfalls soll es dazu in Kürze eine Bauanleitung geben. Dazu noch ein paar Tipps:

* Mein Firefox zickt etwas beim Abrufen der Displayseite, man muss mehrfach auf 'Abbrechen' klicken, dann wird alles angezeigt.

* Auf dem MSIE geht es minimal besser und ohne viele Bestätigungs-Klicks. Opera ist beim zweiten Ladeversuch auch recht fix.

* Der Zoom-Regler der unteren Karte ist nicht an der korrekten Position. Wenn man zunächst auf irgend eine Einstellung geht und dann stark zoomt, kann man exakt verfolgen, welche Straße Keith gerade befährt.

Ich könnte mir vorstellen, dass es etwas Vergleichbares in Zukunft in webfähigen Lieferfahrzeugen von Paketdiensten gibt. Das würde eine ganz neue Dimension des ‚Packet-Tracking’ darstellen.

Oder sind vielleicht sogar noch einige weitere Anwendungen denkbar?

Mach Dein Buch zum Radiostar

von Bernd Reder am 20.07.05

Hörbücher auf dem MP3-Player? Ist ja nun nicht gerade etwas Neues. Gerade jetzt, da uns Harry Potter, Band 6, ins Haus steht. Dann werden wieder eine Zeit lang merkwürdige Sentenzen aus den Headphones klingen, etwa „Expelliarmus“ oder „Impedimenta“, mit denen sich Zaubererlümmel Harry die bösen Buben vom Hals hält. Ob auch das Radio Book eine Chance hätte, bei Harry aufzutreten, wenigstens in einer Nebenrolle? Denn es sieht es schon ein wenig nach Zauberei aus, was sich Vinay Venkatraman vom Interaction Design Institute in Ivrea (Italien) ausgedacht hat: ein Radio, das wie ein Buch aussieht, und das sich vor allem genauso "bedienen" lässt.
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Die Senderliste durchzappen, klar, indem der User das Buch durchblättert. Jeder Seite ist eine Radiofrequenz und damit ein Sender zugeordnet. Lauter und leiser stellen? Einfach ein Lesezeichen hoch und runter schieben. Und die Lieblingssender werden ebenfalls mit einer solchen Bookmark markiert. Einen Prototypen seines Kofferradio-Buchs hat Vinay bereits zusammengebastelt.

Ob das auch ein Spielzeug für mich wäre? Ja, aber nur, wenn auf Seite 25 noch ein MP3-Player und auf Seite 50 ein PDA zu finden wäre, nicht zu vergessen den Multimedia-Recorder auf Seite 42 und das GPS-Navigationssystem auf Seite 105, und natürlich noch …

Mich würde natürlich auch interessieren, welche Erfahrungen Ihr mit Hörbüchern auf MP3 gemacht habt?

Sprechender Fisch beendet Zettelwirtschaft

von Bernd Reder am 19.07.05

Telefon, E-Mail, Handy, SMS, Instant Messaging – es gibt wahrlich genügend Kommunikationsmedien, die im Hause Reder zum Einsatz kommen. Und normalerweise funktionieren die auch, bis auf eines, und ausgerechnet das gehört zu den beliebtesten: die Post-it-Zettel an Tür oder Kühlschrank.
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In regelmäßigen Abständen schrammt die Familie wegen dieser Klebeteile an Konflikten vorbei: Entweder fällt ein Post-it mangels Klebekraft herunter oder es wird schlichtweg übersehen. Aber nun haben wir die Lösung: den sprechenden Fisch von Eittek. Er nimmt Nachrichten von bis zu zwölf Sekunden auf, genug für Anweisungen à la "Ich komme später nach Hause. Mach dir heute mal eine Pizza." Dann wird er mithilfe eines Magnets an der Kühlschranktür oder einer anderen metallischen Oberfläche befestigt (mein Lieblingsort: die Dunstabzugshaube, direkt in Sichthöhe!).

Und das Beste: Das Auge des Botenfischs blinkt solange, bis die Nachricht abgehört wurde. Keine faulen Ausreden mehr, nach dem Muster "Oh, ich wusste gar nicht, dass ich heute mein Zimmer aufräumen soll." Was will man mehr?

Doppelbildschirm senkt Scheidungsrate

von olivergassner am 19.07.05

Papa will Sport gucken, Mama lieber "Goldene Momente von Peter Alexander – die Retrospektive". Und es gibt nur einen Fernseher - die, in den Kinderzimmern nicht gerechnet. Früher war das ein Problem, das Familien spaltete oder zumindest dazu führte, dass Papa es vorzog, die Sportschau lieber unter Einnahme diverser beruhigender und nicht gerade alkoholfreier Getränke in seinem Stammlokal zu konsumieren oder Mama in die Arme des Tennislehrers trieb. Oder beides.
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Sharp hat sich dieses zentralen Problems unserer Gesellschaft und unserer Familien angenommen und bietet demnächst ein Display an, auf dem man von links das eine Bild sehen kann und von rechts das andere. Und so kehrte Friede ein, in deutschen Wohnstuben und die Scheidungsrate sank auf ein Prozent ihres Vorjahreswerts. Nur die Tennislehrer und die Gastwirte hatten das Nachsehen.

iPod-Vibrationen der ganz besonderen Art

von Bernd Reder am 18.07.05

Es ist das Los von Kultobjekten, dass sie auch für skurrile Zwecke herhalten müssen. Aber das unterstreicht ja nur ihren Kultstatus. Der iPod macht da keine Ausnahme. Grand Opening, so eine Art Beate-Use-Shop, bietet Audi-Oh an einen Vibrator. Aber keinen gewöhnlichen, denn der Audi-Oh lässt sich an einen iPod oder anderen MP3-Player anschließen und oszilliert dann im Rhythmus der Musik.
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Wie bei Grand Opening nachzulesen ist, kann "frau" das Gerät mithilfe von Gummibändern unter der Kleidung befestigen und sich dann diskret der Wolllust von Hip-Hop-, Pop- oder Klassik-Klängen hingeben. Dumm nur, dass im Preis von 70 Dollar der iPod nicht mit drin ist. Sonst hätte ich doch glatt meinen x-ten Apple-Player geordert, inklusive Vibrator. Übrigens: Für uns Männer hat Kim Air, die Chefin von Grand Opening, nichts Vergleichbares auf Lager. Von wegen Gleichberechtigung!

Tetris: Spiel mit Deiner Einrichtung

von Bernd Reder am 15.07.05

Neben Pacman dürfte es wohl auf jeder Art von Computer zu finden sein, vom Handy bis zum Großrechner, vom Windows-PC bis zur Linux-Workstation: Tetris, das nette Spiel mit den fallenden Bauklötzchen. Das virtuelle Herumsortieren von Quadern und Rechtecken auf dem Bildschirm ist ja ganz nett. Aber ganz Harte geben es sich zu Hause, und ganz und gar nicht virtuell: mit dem Tetris-Regalsystem von Bravespace Design.
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Block für Block kann sich der Fan seine Tetris-Wohnlandschaft zusammenstellen – für ganze 350 Dollar pro Baustein. Wer sich nicht mit zwei oder drei Steinchen zufrieden geben will (gewissermaßen mit dem Anfangs-Level), ist schnell seine 3000 bis 6000 Dollar los. Also wirklich etwas für Enthusiasten. Ein Vorteil: Wem es zu Hause zu fad ist, organisiert spontan einen „Real Life Tetris Contest“ - bei sich im Wohnzimmer.

Schieß doch endlich, du Blechbüchse

von Bernd Reder am 14.07.05

Foul! Das war doch ein klares Foul des blauen Verteidigers am kleinen roten Linksaußen! Aber der Schiedsrichter lässt einfach weiterlaufen, statt Gelb zu geben – allerdings wem? Dem Spieler, also dem Roboter? Oder seinem Trainer, sprich Programmier? Einfach herrlich: In dieser sonst so öden fußballlosen Zeit kann ich wenigstens beim Robocup 2005 mitfiebern, der seit heute in Osaka (Japan) läuft.
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Mit hat es vor beim Robocup Soccer vor allem das Turnier mit den vierbeinigen Spielern angetan. Dort treten Teams mit Aibos von Sony gegeneinander an. Die Hardware ist also die gleiche, es entscheidet der Intellekt, also die Programmierung – und der Fußballsachverstand. Kein Wunder, dass die Nubots aus England, dem Mutterland aller Kicker, in der Vorrunde ihre Gegner vom Platz fegten.

Auch das Land der Beckenbauers, Völlers und Ballacks muss sich nicht verstecken: Die Hamburg Dog Bots und das German Team aus Berlin spielten mit ihren Gegnern bislang Katz und Maus. Schade, dass im kommenden Jahr bei der Fußball-WM in Deutschland keine Aibos an den Start gehen dürfen.

Besser ein Blick zurück

von Bernd Reder am 13.07.05

Wladimir Iljitsch hatte Recht: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“ Lenins Maxime kommt mir jedes Mal in den Sinn, wenn ich die Delle in meinem Auto sehe. Warum musste ich nur in der Tiefgarage so schwungvoll zurückstoßen, und das, ohne dabei in den Rückspiegel zu sehen? Voller Vertrauen in die sündteure elektronische Parkhilfe, die keinen Pieps von sich gab, als der Pfeiler immer näher kam.

Mit Lilliput RV18-50NP wäre das vermutlich nicht passiert. Nein, Lilliput ist keine Vollsensor-Spezialstoßstange mit eingebautem Rundsicht-Radar, sondern ein simpler Rückspiegel - mit integriertem LCD-Display und einer Weitwinkel-Videokamera. Diese wird im Heck des Autos eingebaut. Ein Blick in den Spiegel, und man sieht beim Rückwärtsfahren alles, was Kratzer und Dellen verursachen könnte: Pfeiler, Kinderfahrräder, Schwiegermütter.
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Noch ein Vorteil: Wenn im Berufsverkehr wieder einmal überhaupt nichts vorwärts geht, legen Sie doch einfach eine DVD in das Car- Entertainment-System. Und schon können sie im Rückspiegel ihren Lieblingsfilm ansehen, während andere gelangweilt in der Gegend herumgucken.

Roboter widmen sich dem Gitarrenspiel

von Bernd Reder am 08.07.05

Kennt jemand Fernando Sor? Oder Isaac Albeníz? Nie gehört? Glück gehabt. Beide Herren lagen wie ein düsterer Schatten über meiner Jugend. Denn deren Stücke durfte ich stundenlang auf meiner Klampfe üben – und Mutter horchte infamer Weise an der Tür, ob ich mich auch mit dem gebotenen Eifer der klassischen spanischen Gitarrenkunst widmete. Von wegen Dylan, Beatles, Clapton oder Slash.

Mit Crazy J wäre mir das nicht passiert. So heißt der Roboter, den Studenten am Georgia Institute of Technology konstruiert haben. Das Ganze sieht zwar eher nach „Gitarre auf der Folterbank“ aus, funktioniert aber, wie Sound-Clips belegen.
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Crazy J kann immerhin 29 Noten spielen. Das reicht aus für Klassiker wie Eric Claptons „Layla“ oder das Weihnachtslied „The First Noel“.(Erinnert schon stark an Sor oder Albeníz). Schade, leider kommt Crazy J für mich ein paar Jährchen zu spät. Lieber einen Roboter programmieren, als sich die Finger wund zu spielen. Aber aufgepasst, Ihr lieben DJs, Crazy J ist doch etwas für euch: Original-Sound von Original-Instrumenten statt elektronischer Klangwolken – was wollt ihr mehr?

Verstrickungen beim Joggen

von Bernd Reder am 08.07.05

Gestern Abend im Englischen Garten in München: Endlich hatte ich mal wieder Zeit, eine Runde zu laufen. Und dann eine merkwürdige Begegnung: Bereits aus 100 Metern ist zu erkennen, dass die junge Dame, die mir da joggend entgegenkommt, nicht ganz normal ist. Besser gesagt, sie bewegt sich seltsam: Den Kopf gesenkt; mehr stolpernd als laufend; ständig fummelt sie an ihrer Jacke herum. Ein Problem mit dem Reißverschluss? Schließlich ist es heute ziemlich kühl.

Noch 50 Meter: Ah, alles klar (ich grinse)! Wieder ein Verstrickungs-Opfer: Die Gute hat einen MP3-Player mit dabei, und die Kabel der Ohrhörer haben sich „leicht“ verknotet. Sieht ziemlich nach Spaghetti-Party aus (mein Grinsen wird breiter). Tja, mit meinen Wireless Headphones passiert das nicht. Die haben keine Kabel, sondern hängen drahtlos an meinem iPod, mittels Bluetooth. Kein Aufdröseln, und somit auch kein Herumstolpern. Wir laufen aneinander vorbei, sie immer noch herumfingernd, ich grinsend. Dafür ernte ich einen bösen Blick. Also nichts mir einem Kurz-Flirt. Aber man kann eben nicht alles haben.

Immer mehr Zombies unter uns

von olivergassner am 07.07.05

Endlich mal ein Buch zu einem Problem, das uns alle betrifft; denn wer kennt die Situation nicht: Man sitzt fröhlich zu Hause, daddelt etwas am Computer und die Abendnachrichten laufen, da rottet sich im Vorgarten eine Horde Zombies vom Nachbarfriedhof zusammen und macht sich bereit zum Abendessen, und wir sollen das Abendessen sein.
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Da ist schnell die Stimmung dahin, wenn man nicht weiß, wie man sich
effektiv dieser Plage entledigt, bevor die Sonne aufgeht und das
eigenen Lebenslicht ausgepustet ist.

Was? Ihr kennt euch mit Zombies aus? Klar, dass man sie köpfen muss,
weiss inzwischen jedes Kindergartenkind. Aber mal ein paar Fragen, für
alle drei hast du fünf Sekunden Zeit, zusammen:

* Du hast einen doppelläufige Schrotflinte und 1000 Schuss Ammo im
Rucksack oder ein Samuraischwert und nur eine Hand frei, was nimmst
du?

* Du fliehst in das obere Stockwerk, was ist das erste, was du dort
machst?

* Du rettest dich in die Garage. Auto und Rennrad stehen zur Flucht
zur Verfügung. Was nimmst Du?

Tja, wenn Du nicht binnen einer Zehntelsekunde zum Schwert und zum
Fahrrad gegriffen hast und nicht als erstes die Treppe zerstört hast,
dann erfolgt jetzt Lesebefehl, denn es gibt das ultimative Handbuch
für dich: The
Zombie Survival Guide
(bei ThinkGeek).

Wenn Du das durch hast, überlebst du nicht nur den Zombieangriff, du
weisst dann auch alles über Zombie-Biologie und Zombie-Verhalten, was
es zu wissen gibt.

>> Romeros Zombie-Filme im Überblick

Hilfe, der irre Frosch erobert die Playstation

von Bernd Reder am 06.07.05

„Das Böse ist immer und überall“ textete einst die österreichische Satire-Band Erste Allgemeine Verunsicherung. Aber nicht nur das Böse, auch ER ist omnipräsent: Auf Viva oder MTV taucht ER im Fünfminuten-Takt in den Werbepausen auf. Dagegen hilft nur noch Weg-Zappen. Inzwischen hat ER auch die Single-Charts in den Großbritannien gestürmt, und noch im Sommer will ER gar ein komplettes Album vorstellen. Doch damit nicht genug: Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft wird ER uns auch noch als Spiel für die Playstation 2 und den PC beglücken. Wer? Natürlich der "Crazy Frog".
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Am 5. November will Digital Jesters "Crazy Frog Racer" vom Stapel lassen. Dieses unsägliche Knautschgesicht mit Eierschalen-Helm und Fliegerbrille auch noch auf dem Rechner oder der Spielekonsole? Eine kurzfristig einberufener Familien-Krisengipfel ergab: Nein, ER wird keinen Fuß in die Redersche Anti-Frog-Festung setzen. Äußerst beruhigend. So, und nun muss ich noch meinen Highscore bei diesem vermaledeiten Spiel ein wenig nach oben treiben. Wäre ja gelacht, wenn ich bei diesem primitiven Crazy-Frog-Online-Game nicht die 1000-Punkte-Hürde schaffen würde.

Auf dem Weg zum Drachenplaneten

von olivergassner am 06.07.05

Früher wollten die Kids Lokomotivführer werden, später dann doch lieber Astronaut. Man reitet halt immer an der Spitze der technologischen Bugwelle. Noch gemütlicher ist der Ritt, wenn man zum Entdecken fremder Planeten nicht wirklich den Schreibtisch verlassen muss. Discovery Channel macht’s mit seinem Projekt „Alien Planet“ möglich: 6,5 Lichtjahre mit einem Mausklick, zum Planeten „Darwin IV“ zu reisen und ihn aus dem Orbit und auf der Oberfläche zu erkunden. Immerhin spart man sich dabei 42 Jahre im Kälteschlaf auf dem Raumschiff „von Braun“, auch wenn der bei den aktuellen Temperaturen eine verlockende Alternative zum Schwitzen unter der Erdensonne wäre.
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Flug, Orbitalerkundung und Oberflächenerforschung sind die drei „Kapitel“, die der DC zur Verfügung stellt. Jedenfalls gibt es auf einer Handvoll Planetenmissionen in diversen Planetengegenden einiges an Flora und Fauna zu entdecken. Zum Beispiel den „Daggerwrist“ eine Art Drachen.Flughörnchen, dem man nicht Nachts im Wald begegnen möchte. Ein Missionstagebuch sammelt die ganzen Entdeckungen übersichtlich zur späteren wissenschaftlichen Auswertung. Das gefällt mir besser als jeder Egoshooter. Und wer’s doch lieber destruktiv mag, kann ja dann anschließend im „Discovery Channel Erdbebensimulator“ Häuser einstürzen lassen.

„Krieg der Welten“ als Gratis-eComic

von olivergassner am 05.07.05

Die Blogosphere brummt wegen „Der Krieg der Welten / War of the Worlds“: Erst einmal ist es natürlich Mediengeschichte, dass die Radiofassung von Orson Welles die USA damals mit „reality radio“ in Panik versetzt hat. Die Buchvorlage von H.G. Wells beschreibt eine der ersten Invasionsgeschichten der SF-Geschichte überhaupt. Die Neuverfilmung von Steven „Phone home!“ Spielberg mit Mr. Scientology” Tom Cruise hat schon im Vorfeld zu zahlreichen Diskussionen geführt, weil er seine Interviews eher zum Predigen für die Hubbard-Religion-Simulation als zur Filmwerbung einsetzt. Gleichzeitig hat die Filmfirma allen streng verboten vor dem Premieretag über den Inhalt des Films zu berichten.
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Wer sich auf den Film nicht einlassen möchte, aber auch keinen Wert auf Schmöker legt, erhält jetzt online eine kostenlose Comic-Alternative. Texter Ian Edginton und Zeichner D'Israeli liefern jede Woche ein paar Seiten, bei Seite 26 ist man in der dritten Woche schon und rund 120 Bildschrime voll, sollen es werden. Also: Hinsurfen und ganz ideologiefrei lesen.

Das Ende ist nah – Szenarien für den Weltuntergang

von Bernd Reder am 05.07.05

Unsere lieben Nachbarn in Österreich haben seit jeher ein inniges Verhältnis zum Morbiden. Kein Wunder bei so schrägen Typen wie Helmut Qualtinger, André Heller oder Sisi. Deshalb erstaunt es auch nicht, dass die Wissenschaftsredaktion des Österreichischen Rundfunks (ORF) auf ihrer Web-Seite das Thema disktutiert: „Wie wahrscheinlich ist der Weltuntergang“. Wissenschaftler geben dort ihre Einschätzung ab, wie realistisch es ist, dass die Menschheit durch einen Meteoriteneinschlag, einen Atomkrieg oder die Klimaveränderung ausgelöscht wird.

Mein Lieblingsszenario stammt von Hans Moravec, der am Robotics Institute der Carnegie Mellon University in Pittsburgh mobile Roboter baut und erforscht. Seine Einschätzung: Innerhalb der nächsten 50 bis 70 Jahre werden superintelligente Robots die Macht auf der Erde übernehmen.
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Klingt ja fast nach „I Robot“ oder den Borgs aus „Startrek“ – herrlich gruselig. Allerdings: Wenn ich mir so nette Roboterhündchen wie den Aibo von Sony ansehen, kann ich mir gar nicht vorstellen. Aibo als Herrscher der Welt? Bestenfalls als kleine Nervensäge: Der Kleine lässt sich so programmieren, dass er wie ein richtiger Vierbeiner seinen Besitzer zum Gassi Gehen auffordert. Nein danke, das fehlt mir noch.

Aqua-Musik

von Bernd Reder am 04.07.05

Viel Urlaub ist dieses Jahr leider nicht drin. Nur ein paar Tage Toskana, in der Villa von Signora Anselmi, mit einem großzügigen Garten - und einem riesigen Swimming Pool. Und der bereitet mir Kopfzerbrechen. Die Idee: Ganz entspannt auf der Luftmatratze im Wasser dümpeln, mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und endlich einmal in Ruhe Musik zu hören bis zum Abwinken. Das Problem: Wasser ist nass, und MP3-Player mögen das nicht. Lösung Nummer eins: Man schaffe sich einen wasserfesten Player an, etwa von Finis oder den MP 120 von Oregon Scientific.
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Aber eigentlich habe ich keine Lust, mir noch einen MP3-Player zuzulegen; außerdem sehen die meisten dieser „waterproof“ Modelle nicht gerade sexy aus. Lösung Nummer zwei: Mein Lieblingsplayer kriegt ein wasserdichtes Kleidchen von Aquapac. Das taugt zwar nicht für Tiefsee-Tauchgänge, aber fürs Pool-Dümpeln reicht es.
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Nur für eine Sache habe ich noch keine Lösung: Ich mag beim Dümpeln keine Ohrhörer. Der Sound soll aus richtigen Boxen kommen – bella musica in natura. Hat vielleicht jemand einen Tipp, wo ich wasserfeste Lautsprecher herbekomme?

Digitales Tischlein deck dich

von Bernd Reder am 04.07.05

Das waren noch schlimme Zeiten damals, als die Familie alle paar Wochen bei Oma und Opa zum Kaffeetrinken antreten musste – vor allem für uns Kinder: Brav am Tisch sitzen; an Großmutters betonartigem Streuselkuchen herumknabbern; keine Chance, sich in Richtung Fernseher abzusetzen. Heute ist das anders. Denn Hewlett-Packard hat das ultimative Gegenmittel dafür geschaffen: den digitalen interaktiven Kaffeetisch. Schluss mit langweiliger Konversation! Stattdessen zaubert ein integrierter Rechner ein nettes Spielchen auf den Touch Screen von „Misto“, so der Name des Wunderdings.
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Wenn Opa wieder einmal steif und fest behauptet, er persönlich habe auf Feuerland Rot-Schwanz-Zwergpinguine zu Gesicht bekommen, lässt sich das gleich bei Tisch klären: Einfach ins Internet gehen, ein wenig „googeln“, und schon ist der alte Schwerenöter als legitimer Nachfahre von Baron Münchhausen entlarvt. Langeweile adé – oder doch nicht? Denn Misto bringt auch digitale Fotosammlungen auf die Tischfläche. Und was hat Oma da gerade erwähnt? Sie habe vom letzen Urlaub in Südtirol so etwa 200 Bilder mitgebracht, die wir uns unbedingt ansehen müssten? „Ich glaube, ich nehme doch noch ein Stückchen von Deinem fantastischen Streuselkuchen, Omi!“

Übrigens: Wer sich für interaktive Tische interessiert, findet auf dem Weblog von Nicolas Nova eine Liste mit 49 Exemplaren für zu Hause und das Büro.

Gnade, Mr. Jobs!

von Bernd Reder am 01.07.05

Lieber Steve Jobs, ich weiß ja, dass Sie ein Meister des Marketings sind. Wie Sie den Hype um jedes Produkt aus ihrem Haus schüren, vom iPod über den Mini Mac bis zu iTunes - einfach genial. Wie Sie Apple von „Zero“ wieder zum „Hero“ gemacht haben – fantastisch. Aber jetzt reicht es! Seit Wochen quälen sie Ihre Fan-Gemeinde; seit Tagen geistern dubiose Meldungen und Bildchen durchs Internet. Und immer noch kein erlösendes „So sieht es aus, das iTunes-Phone, das wir zusammen mit Motorola entwickelt haben.“ Stattdessen geheimnisvolle Andeutungen und schwammige Aussagen – Marketing eben.

Hier ein paar Fragen, die Sie sicherlich beantworten können: Wird das iTunes Phone so schick aussehen wie mein iPod? Hat es tatsächlich nur 32 Megabyte Speicher? Das würde ja kaum für meine Lieblingssongs ausreichen. Wie lässt sich das gute Stück bedienen? Hoffentlich so einfach wie ein iPod und nicht so kompliziert wie mein Motorola-Handy? Und vor allem: Wann kann ich das iTunes Phone bekommen? Doch wohl nicht erst Anfang kommenden Jahres, wie Gerüchte besagen. Lieber Mister Jobs, seien Sie nicht so grausam und lassen Sie einen treuen iPodianer nicht im Regen stehen!

Herzlichst, Ihr Bernd Reder.

Adieu, schöner weißer Prinz

von Bernd Reder am 01.07.05

Eine Zeit lang war es schlichtweg lebensnotwendig, der Welt zu zeigen, dass frau/man dazugehört – zur erlauchten Gilde der iPod-User. Aber das ist vorbei. Was erblicke ich am Gürtel unseres Hausmeisters, wenn er auf dem Rasenmäher an mir vorbeirattert? Natürlich Apples Schmuckstück, ganz in Weiß. Und selbst Maria, meine Zugehfrau aus Ecuador, zeigt, was sie hat: natürlich einen iPod, selbstverständlich in Weiß. Nein, das macht keinen Spaß mehr. Also weg mit dem guten Stück, Stichwort Ebay? Oder gar die Special Edition von U2 ordern, Modell „Bono“ in Schwarz-Rot? Igitt! Dann doch lieber auf Safari gehen, im Zebra-Look mit einem Täschchen von Couch – genau richtig für die Jagd im Café oder Bistro. Oder mal auf Teenie machen und ein Plüschmonster ausführen.
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Aber heute ist mir mehr nach Sinnlichkeit. Der Kleine wird in ein Korsett gesteckt: „La Femme“ von Aneta Genova – ein Traum in Rosé. Da könnt ihr vom „starken“ Geschlecht“ nicht mithalten, mit euren fantasielosen Leder-Etuis oder Albträumen aus Kunststoff und Neopren. Stimmt nicht? Dann zeigt’s mir doch, ihr Langweiler!

Die Welt geht unter

von Bernd Reder am 01.07.05

Was gibt es Schöneres, als in abgedunkelten Kino-Sälen Weltuntergangs-Fantasien, Verschwörungstheorien und düsteren Zukunftsszenarien jeglicher Art zu frönen. Dieser Sommer hält für Fans des Düsteren – also mich – jede Menge Leckerbissen bereit: Erst Stars Wars Episode III, nun ja, ein bisschen lasch, wie ich finde - obwohl ich zugeben muss, dass Darth Vader als Klingelton auf meinen Handy weiterhin die Galaxis terrorisiert. Dann „Batman Begins“: herrlich düster, und dann diese Verfolgungsjagden mit dem Batmobil!

Nur, Leute, warum habt Ihr die Web-Site mit dieser nervigen Mobilfunk-Werbung zugekleistert? Aber seit heute geht die Welt wirklich unter, und das passend zur Premiere von War of the Worlds. Nein, nicht weil Tom Cruise die Hauptrolle in dem Film spielt; nein, nicht weil Steven Spielberg die Story eher als Familiendrama unter Beteiligung von Aliens interpretiert - sondern, weil ich in dem blöden War-of-the-Worlds-Spiel auf der Web-Seite von Paramount nicht weiterkomme. Ich will böse Außerirdische killen und keine doofen Zivilisten retten, und das noch in einem ätzend langweiligen Game! Oder findet sich etwa jemand, der das Ding gut findet? Kann ich mir nicht vorstellen. Liebe Paramounts, lieber Steven Spielberg: Tut doch etwas dagegen! Dann werde ich mir auch brav Tom Cruise ansehen.